Wir werden GEMEINSCHAFTSSCHULE
Schultanzprojekt mit der Candoco Dance Company
Am Donnerstag, den 10.05.2012 tanzen Schülerinnen und Schüler der Fritz-Ulrich-Schule und der Lindenparkschule gemeinsam mit Der Candoco Dance Company um 19:00 Uhr und 20:00 Uhr im Foyer des Komödienhauses.
Auch wer keine Karten für die Veranstaltung im Komödienhaus bekommen konnte, ist herzlich ins Foyer eingeladen.
Für den Zeitraum von einer Woche arbeiten Mitglieder von Candoco mit Schülern im Alter von 12 bis 14 Jahren: hör- und sprachbehinderte Schüler der Lindenparkschule und Schüler der Fritz-Ulrich-Werkrealschule sind an dem integrativen Projekt beteiligt.
In einem ganztägigen Probenprozess werden Bewegungsmöglichkeiten gezeigt und ausprobiert, Körperwahrnehmungs- und Aufmerksamkeitsübungen durchgeführt und vor allem viel improvisiert. Aus dem so entstandenen Bewegungsmaterial entwickeln Tänzer und Schüler kurze Choreografien. Diese werden als ortsspezifische Performance für das Foyer des Komödienhauses einstudiert. Die Aufführung dieser Performance findet vor der Vorstellung der Candoco Dance Company im Rahmen des Festivals statt. (Theater Heilbronn)
Fotos zum
"Tag der offenen Tür"
Samstag, den 24. März von 9.00 Uhr - 12.00 Uhr
gibt es hier: [[klick]]
Infoveranstaltungen
Donnerstag, den 22. März um 20.00 Uhr in der Mensa der Fritz-Ulrich-Schule
Montag, den 26. März um 20.00 Uhr in der Volkshochschule im Deutschhof

Fritz-Ulrich-Schule hat es geschafft (HN Stimme vom 14.03.2012)
Das war eng. Mit Stimmengleichheit von 20:20 hat der Heilbronner Gemeinderat gestern Abend bei namentlicher Abstimmung einen Vertagungsantrag von CDU und FDP abgelehnt. Damit war der Weg frei für die Fritz-Ulrich-Schule (FUS) in Böckingen, die ab dem Schuljahr 2012/2013 Gemeinschaftsschule werden möchte. Das Gremium beauftragte nach 100-minütiger, teilweise aufgeregter Debatte die Verwaltung als zuständigen Schulträger, beim Kultusministerium Baden-Württemberg einen entsprechenden Antrag zu stellen.
Dieser Antrag, von SPD und Grünen eingebracht, passierte dann mit 21 Ja- – inklusive OB – und 19 Nein-Stimmen das Gremium. Ohrenbetäubender Applaus erfüllte den großen Ratssaal. Hätte die CDU/FDP-Taktik, mit ihrem Antrag auf Zeit zu spielen, Erfolg gehabt, wäre das Projekt FUS-Gemeinschaftsschule vor dem Aus gestanden. Das Land hatte, wie Bürgermeister Harry Mergel betonte, den Kommunen eine sehr kurze Frist bis Ende April/Anfang Mai gesetzt, um ihre Anträge für diese Schulart zu stellen.
Debatte
Der Vorschlag, die FUS zu einer Gemeinschaftsschule zu machen, war im vergangenen Jahr aus der Mitte der Grund- und Werkrealschule gekommen. Motivation war, die schon heute innovative Bildungsarbeit an der Fritz-Ulrich-Schule so fort zu entwickeln, dass Schüler bestmöglich nach ihren individuellen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Interessen gefördert werden. Hinter diese Intention haben sich bis heute die Gesamtlehrer- und Schulkonferenz, Eltern der Fritz-Ulrich-Schule und die Verwaltung gestellt. Befürwortet wird das Projekt auch von den Schuldekanen Gerhard Ruhl und Thomas Schmitz.
"Die Gemeinschaftsschule wird zur Problemschule werden", warnte hingegen Alexander Throm davor, die FUS vorschnell zur Gemeinschaftsschule zu machen. Es sei völlig unnötig, dass Heilbronn als erste Großstadt im Land auf diesen pädagogischen Geisterzug aufspringe. Die bisher gegebene Durchlässigkeit von Schule sieht Nico Weinmann nicht mehr gegeben. Auch befürchtet der FDP-Fraktionsvorsitzende mit der Gemeinschaftsschule eine "stärkere soziale Spaltung".
Für SPD-Stadtrat Rainer Hinderer geht es darum, mit der Gemeinschaftsschule mehr Vielfalt in die Heilbronner Bildungslandschaft zu bringen. Mehr Bildungsgerechtigkeit erwartet Susanne Bay von der Gemeinschaftsschule: "Auch von einem Absinken des Bildungsstandards kann keine Rede sein", sagte die Grünen-Fraktionssprecherin. "Die Freien Wähler wollen nicht als Bremser auftreten, obwohl noch Rahmendaten fehlen", warb Stadtrat Malte Höch für die neue Schulart.
"Noch viele Fragen" sind für Pro-Stadtrat Heiko Auchter ungeklärt: "Ich halte nichts davon, mit wehenden Fahnen einem Projekt hinterher zu laufen, von dem wir nicht wissen, was am Ende herauskommt." "Wir sollten keine Angst vor Experimenten haben", plädierte dagegen Hasso Ehinger, Stadtrat der Linkspartei, für das Pilotprojekt.
Das neue Schulgesetz mit der Aufnahme der Gemeinschaftsschule als eigenständige Schulart soll im April verabschiedet werden. Sollte die FUS den Zuschlag erhalten, kalkuliert Heilbronn mit einem zusätzlichen Aufwand bis 2017 von insgesamt rund 230 000 Euro für Lernmittel und Mobiliar. Erst 2015, wenn die verbindliche Schulreform vorliegt, will die Stadt auch baulich in die FUS investieren, wie Mergel betonte.
Fritz-Ulrich-Schule
In der 1972 eingeweihten Fritz-Ulrich-Schule, heute eine Grund- und Werkrealschule, werden aktuell 322 Schüler aus 15 Nationen unterrichtet. Den größten Anteil nehmen Kinder türkischer Abstammung ein. Die Fritz-Ulrich-Schule war die erste Ganztagsschule in Heilbronn und eine der ersten im Land. Schon 1992 entwickelte sie ein Konzept für den Ganztagsbetrieb, um Schülern in Böckingen einen Lern- und Lebensort zu bieten.







